Es gibt im Leben verschiedene einschneidende Ereignisse die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Lebenszyklus eines jeden Menschen vorkommen. Zum Beispiel wird man geboren, oder man zieht aus dem Elternhaus aus, oder man wechselt den Beruf, oder man bekommt ein Kinder, oder man heiratet, oder man geht in Rente, oder oder oder. Manche Ereignisse sind mehr und andere weniger spektakulär, das hängt auch nicht zuletzt von der Perspektive und der Involviertheit ab. Grundlegende Entscheidungsmechanismen, Routinen und Gewohnheiten ändern sich mehr oder weniger. Etwas mehr en detail habe ich das in Bezug auf die Geburt des ersten Kindes und die Entscheidungsfindung im Haushalt in meiner Diplomarbeit betrachtet. Hier würde ich jetzt auch gerne von einer ähnlichen Situation berichten. Wie ja schon ersichtlich in diesem Blog geschildert (zum Beispiel hier) und auch auf einer Unterseite bebildert leben wir jetzt seit ein paar Wochen mit unserem Kater Lempo zusammen.
Nun kann man auch einige Parallelen erkennen, vielleicht mögen sie für den ein oder anderen eher lapidarer Art herrühren, jedoch denke ich, dass es gewisse Veränderungen gibt, die man nicht nur bei einschneidenden Lebensereignissen beobachten kann, also vielleicht könnte man sogar die Aufnahme einer Katze als einschneidendes Ereignis bezeichnen, aber sicher geht dies einigen zu weit, aber doch kann man feststellen, dass es Änderungen in diversen Rythmen und Institutionen gibt. Der Alltag verändert sich. Also man macht einige Dinge die man gewohnt ist anders an, berücksichtigt die neuen Mitbewohner und irgendwie, ja, also ich würde sagen, dass das Zusammenleben mit einer Katze das Alltagsleben in ein paar Punkten verändert. Denn nicht nur kleine Kinder machen in der Nacht schon mal Krach sondern auch Katzen können dies. Wenn auch anders, aber doch irgendwie in die selbe Richtung. Evtl. beeinflussen Katzen sogar das Aufwachverhalten, wie folgendes Cartoon eindrucksreich vermittelt:
Also besonders wenn man eine Katze hat die sehr gesprächig ist. Also das ist was feines wenn man nach Hause kommt und umgehend begrüsst wird. Vor allen Dingen die erwartungsvolle Haltung der Katze jetzt gestreichelt zu werden oder die Neugierde wer denn da jetzt die Wohnung betreteten hat ist an und für sich schon was feines. Also ich bin immer wieder begeistert und freue mich die Wohnungstür zu öffnen und zu wissen, dass da jetzt jemand kommt und mich mit ein paar freudigen Miau begrüsst. Bzw. unser Kater spricht ja gar kein deutsch, finnische Katzen machen nämlich Mau und nicht Miau (wie zum Beispiel englischsprachige Katzen meouw machen). Also noch ein positvier Effekt, wir unterhalten uns nur auf finnisch. Also von meiner Perspektive her gesehen hervorragend, da der Kater mich nicht korrigiert und ich somit immer richtig liege. Keine Widerworte. Bzw. die Widerworte werden dann auf Katzensprache gebracht und wir vergessen die Kommunikationsprobleme ganz schnell.
Auch andere Probleme haben wir ganz schnell gelöst. Also anfangs noch etwas (eher weniger) ängstlich, sitzt der Kater mittlerweile auf der Waschmaschine während diese im Schleudergang die Wäsche entfeuchtet. Auch der Staubsauger ist mittlerweile trotz seiner Geräuschkulisse interessant geworden. Das ist mir vorher nie aufgefallen, also in welchem Geräuschpegel man sich normalerweise bewegt. Der Kater ist da natürlich etwas sensibler und man achtet auch ein wenig darauf. Und wenn es etwas ruhiger ist, also hat ja auch was für sich, durchaus.
Soviel erstmal zum Anpassen der von Routinen im Alltag mit dem Kater, aber bestimmt demnächst mehr davon…
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